Liebe Freundinnen und Freunde der Erlöserkonzerte,

wir freuen uns sehr, Ihnen wieder Musik in unserem schönen Kirchenraum anbieten zu dürfen. Wegen der Hygienevorschriften wird die Anzahl der Plätze begrenzt sein. Da sich die Empfehlungen – je nach Entwicklung der Corona-Erkrankungen – immer wieder ändern, werden wir Sie an dieser Stelle monatlich neu informieren.
Wie im Jahresprogramm vorgesehen, sollen das Konzert am 16. August mit dem Tamigu-Trio und das Orgelkonzert am 23. August mit Konrad Paul stattfinden. 
Wir würden uns freuen, Sie wieder in der Erlöserkirche begrüßen zu dürfen!


Vor, während und nach den Konzerten werden die Regeln des Hygieneschutzkonzeptes der Kirchengemeinde eingehalten. Mund-Nasen-Schutz bitte nicht vergessen!

Nach 20 Jahren Trockenheit im Winter und brütender Hitze im Sommer
erstrahlt die „Königin“ wieder in neuem Glanz

Die Erlöserkirche hat mit der Collon-Orgel ein einzigartiges Instrument in der Orgellandschaft Münsters. Die Erlöserkirche ist aber keine einfacher Ort für die 2182 Pfeifen und die unzähligen Holzelemente und verschiedenen Lederbeläge. Nach 20 Jahren wurde sie nun unter großem Aufwand der Orgelbaufirma Fleiter aus Nienberge - Pfeife für Pfeife - gründlich entstaubt. Die Bälge mussten vollkommen neu beledert werden, brüchige Verbindungen zu den Ventilen wurden erneuert, Windkanäle neu stabilisiert und die geschrumpften Keile für die Zungenstimmen wieder auf das notwendige Maß gebracht. 

Lange wurde im Kreis der Experten Dr. Wolfram Syré (einem Freund und Kollegen unseres verstorbenen Kirchenmusikers Winfried Berger), Kreiskantor Paul, dem Orgelsachverständigen Ewers und den Orgelbaumeistern Linke und Hilse der Firma Fleiter nach einer passenden historischen „Temperatur“ für das Instrument gesucht, die die besondere „europäische“ Charakteristik der verschiedenen Klangformen des Instruments optimal zur Entfaltung bringen könnte. Man einigte sich auf eine von der Orgelbauerfamilie WIegleb aus Ansbach 1790 entwickelte Stimmung. Sie erlaubt in den gebräuchlichsten Tonarten schönere Wohlklänge als in der heute sonst nur noch fast hauptsächlich verwendeten gleichstufigen Stimmung der meisten Tasteninstrumente, bei der letzten Endes wegen der physikalischen Besonderheit des "pythagoräischen Kommas" alle Tonarten gleichmäßig um eine kaum hörbare Differenz verstimmt erklingen.

Das Presbyterium hat für diese Arbeiten einen Betrag von 50.000 Euro veranschlagt und freigegeben. Die Orgel wird nach der Fertigstellung in dieser Woche am kommenden Sonntag zum ersten Mal wieder im Gemeindegottesdienst erklingen. Kirchenmusiker Wegesin freut sich auf die neuen Klänge seines besonderen „Arbeitsgerätes“.

Bild & Text: Pfr. Thilo